Sicherung fliegt raus? 5 Fehlerquellen prüfen | Stromxperten
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- Redaktion stromxperten.de
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Die plötzliche Stille: Warum Ihre Sicherung fliegt – und was jetzt zu tun ist
Stellen Sie sich vor: Sie sind gerade dabei, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, da wird es plötzlich dunkel, der Fernseher verstummt, der Kühlschrank brummt nicht mehr. Eine Sicherung ist rausgeflogen – ein Ärgernis, das fast jeden Haushalt irgendwann trifft. Doch was genau passiert da eigentlich, wenn die Sicherung fliegt, und welche Gründe stecken dahinter? Das ist nicht nur nervig, sondern kann auch auf ernsthafte Probleme in Ihrer Elektroinstallation hinweisen. Wir von stromxperten.de erklären Ihnen, welche die fünf häufigsten Fehlerquellen sind und wie Sie sicher und systematisch vorgehen, um die Ursache zu finden und künftig solche Unterbrechungen zu vermeiden.
Eine auslösende Sicherung – im Fachjargon auch Leitungsschutzschalter genannt – unterbricht den Stromfluss, um Schäden an Geräten oder der gesamten Elektroinstallation zu verhindern. Das kann auch Brände oder Stromschläge vermeiden, was die Wichtigkeit eines funktionierenden Sicherungssystems unterstreicht. Doch keine Sorge, in den meisten Fällen lässt sich die Ursache schnell identifizieren. Fangen wir mit dem häufigsten Problem an.

1. Überlastung des Stromkreises – Der Klassiker
Kennen Sie das? Der Wasserkocher läuft, die Mikrowelle heizt vor, und gleichzeitig föhnt jemand die Haare – und zack, ist alles dunkel. Das ist der Inbegriff einer Überlastung. Ein Stromkreis ist für eine bestimmte maximale Stromstärke ausgelegt. Wird diese Grenze überschritten, erkennt die Sicherung die Gefahr und löst aus, um die Leitungen vor Überhitzung zu schützen.
So erkennen Sie eine Überlastung:
- Mehrere leistungsstarke Geräte
Sie nutzen gleichzeitig Geräte mit hohem Stromverbrauch (z.B. Heizlüfter, Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler) an einem einzigen Stromkreis oder einer Mehrfachsteckdose.
- Verzögertes Auslösen
Die Sicherung fliegt nicht sofort, sondern erst nach einigen Minuten oder Sekunden, nachdem Sie ein neues Gerät eingeschaltet haben.
- Kein Kurzschluss-Knall
Anders als beim Kurzschluss gibt es keinen lauten Knall oder Funkenflug.
Was tun? Schalten Sie zuerst alle betroffenen Geräte ab. Dann können Sie die Sicherung im Sicherungskasten wieder einschalten. Achten Sie darauf, die Leistungsträger künftig besser zu verteilen. Vielleicht nutzen Sie eine andere Steckdose in einem anderen Zimmer für den Heizlüfter oder verschieben den Betrieb des Wäschetrockners. Langfristig helfen bewusste Entscheidungen beim Stromverbrauch – hier finden Sie wertvolle Energiespartipps, die auch Überlastungen vorbeugen können.
2. Kurzschluss – Die plötzliche Dunkelheit
Ein Kurzschluss ist eine der gefährlichsten Fehlerquellen. Hier fließt der Strom nicht wie vorgesehen durch den Verbraucher, sondern findet einen direkten, unerwünschten Weg – beispielsweise durch eine beschädigte Isolierung eines Kabels, wodurch Phase und Neutralleiter direkt in Kontakt treten. Der Widerstand wird schlagartig minimal, der Stromfluss steigt explosionsartig an. Die Sicherung muss hier extrem schnell reagieren, um schlimmere Schäden oder sogar Brände zu verhindern. Oft hört man einen deutlichen Knall oder sieht sogar einen Funken, wenn ein Kurzschluss auftritt.

Ein beschädigtes Kabel oder ein defektes Gerät sind häufige Ursachen für einen Kurzschluss. Manchmal reicht schon ein eingeklemmtes Kabel hinter einem Schrank oder ein überfahrenes Verlängerungskabel. Prüfen Sie daher immer die Kabel Ihrer Geräte. Auch alte, brüchige Isolierungen an Lampen oder Geräten können hier zum Problem werden. Ziehen Sie den Stecker eines Gerätes mit sichtbarem Kabelschaden sofort aus der Steckdose und nehmen Sie es nicht wieder in Betrieb.
Ursachen für einen Kurzschluss:
- Beschädigte Kabel
Knicke, Schnitte oder Abrieb an der Kabelisolierung.
- Defekte Geräte
Interner Fehler in einem Gerät, der zu einem direkten Kontakt der stromführenden Leitungen führt.
- Fehlerhafte Installation
Selten, aber möglich: Falsch angeschlossene Leitungen in Steckdosen oder Schaltern.
Bei einem Kurzschluss sollten Sie sofort alle Stecker aus den betroffenen Steckdosen ziehen. Dann können Sie versuchen, die Sicherung wieder einzuschalten. Löst sie erneut aus, ist die Fehlerquelle noch nicht behoben. Lassen Sie im Zweifel immer einen Fachmann die Elektroanlage fachgerecht prüfen.
3. Fehlerstrom – Wenn der FI-Schalter auslöst
Anders als bei einer normalen Sicherung, die auf Überlastung oder Kurzschluss reagiert, schützt der Fehlerstrom-Schutzschalter – kurz FI-Schalter oder RCD (Residual Current Device) – vor gefährlichen Fehlerströmen. Ein Fehlerstrom entsteht, wenn Strom nicht über den vorgesehenen Rückweg (Neutralleiter) fließt, sondern einen anderen Weg nimmt – zum Beispiel durch einen Menschen, der ein defektes Gerät berührt, oder durch eine undichte Isolation, die den Strom in den Schutzleiter abführt. Der FI-Schalter misst permanent den Stromfluss zwischen Phase und Neutralleiter. Weichen diese voneinander ab, weil ein Teil des Stroms 'verloren geht', löst er extrem schnell aus und unterbricht die Stromzufuhr. Das schützt Leben!
Typische Ursachen für Fehlerstrom:
- Defekte Isolierung
Feuchtigkeit oder Alterung kann die Isolierung eines Kabels oder Geräts beschädigen, wodurch Strom zum Gehäuse oder Schutzleiter abgeleitet wird.
- Feuchtigkeit
Wasser in Steckdosen, Lampen oder Geräten kann Kurzschlüsse oder Fehlerströme verursachen.
- Gerätedefekte
Interne Fehler in Elektrogeräten, besonders Heizgeräte, Waschmaschinen oder Kühlschränke, können Fehlerströme verursachen.
Wenn der FI-Schalter auslöst, ziehen Sie alle Stecker in dem betroffenen Bereich. Schalten Sie dann den FI-Schalter wieder ein. Stecken Sie die Geräte nacheinander wieder ein, bis der FI-Schalter erneut fällt. Das zuletzt eingesteckte Gerät ist der Übeltäter. Nehmen Sie es außer Betrieb und lassen Sie es von einem Fachmann prüfen oder entsorgen Sie es. Lassen Sie aber unbedingt die Finger von der Elektroinstallation selbst – das ist Elektrikerarbeit! Mehr zum Thema Sicherheit im Smart Home und bei der Energieversorgung gibt es in unserer Kategorie Smart Home & Energie.

4. Defekte Geräte und alte Elektroinstallationen
Manchmal sind es nicht die augenscheinlichen Überlastungen oder plötzlichen Kurzschlüsse, sondern schleichende Prozesse, die zum Auslösen der Sicherung führen. Alte Elektrogeräte, deren Innenleben über die Jahre verschleißt, können unregelmäßig Fehlerströme produzieren oder interne Kurzschlüsse verursachen. Auch eine veraltete Elektroinstallation im Haus, oft noch aus Zeiten, in denen der durchschnittliche Stromverbrauch weit geringer war, ist eine häufige Ursache. Brüchige Isolierungen, korrodierte Kontakte oder unterdimensionierte Leitungen sind hier die unsichtbaren Gefahren. Besonders in Altbauten ist dieses Problem weit verbreitet.
Anzeichen für Probleme mit Geräten/Installation:
- Geruchsentwicklung
Ein verbrannter Geruch aus einer Steckdose oder einem Gerät ist ein Alarmzeichen.
- Flackerndes Licht
Kann auf Wackelkontakte oder eine instabile Stromversorgung hindeuten.
- Warme Steckdosen/Stecker
Überhitzung ist ein klares Zeichen für Überlastung oder schlechte Kontakte.
- Regelmäßiges Auslösen
Eine bestimmte Sicherung fliegt immer wieder, ohne dass ein klares Muster erkennbar ist.
Haben Sie den Verdacht, dass ein Gerät defekt ist, nehmen Sie es sofort vom Netz und lassen Sie es von einem Fachmann überprüfen. Bei einer alten Elektroinstallation ist ein E-Check durch einen Elektriker dringend anzuraten. Er kann den Zustand Ihrer Leitungen und Sicherungen beurteilen und gegebenenfalls Modernisierungsmaßnahmen vorschlagen, die nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern oft auch den Stromverbrauch optimieren.


5. Wackelkontakte oder lose Verbindungen
Manchmal sind es die unscheinbaren Dinge, die die größten Probleme verursachen: Wackelkontakte. Eine lose Schraube in einer Steckdose, ein nicht ganz fest sitzender Stecker im Verlängerungskabel oder eine marode Lüsterklemme in einer Lampe – solche unsicheren Verbindungen erhöhen den Übergangswiderstand. Das führt zu einer lokalen Erwärmung, die wiederum die Isolierung schädigen und im schlimmsten Fall einen Kurzschluss oder sogar einen Brand auslösen kann. Die Sicherung reagiert hier oft unregelmäßig, manchmal erst nach einiger Zeit, wenn die Hitzeentwicklung zu groß wird.
Indikatoren für Wackelkontakte:
- Flackern
Lampen flackern, wenn man ein Gerät ein- oder ausschaltet oder sich die Umgebungstemperatur ändert.
- Geräusche
Ein leises Brutzeln oder Knistern aus Steckdosen oder Schaltern.
- Lokale Wärme
Steckdosen, Stecker oder Lichtschalter fühlen sich ungewöhnlich warm an.
- Unerklärliche Ausfälle
Die Sicherung fliegt ohne ersichtlichen Grund, oft scheinbar zufällig.
Wackelkontakte sind gefährlich und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn Sie solche Anzeichen bemerken, ist höchste Vorsicht geboten. Versuchen Sie keinesfalls, in Steckdosen oder Schaltern herumzuhantieren! Schalten Sie den betroffenen Stromkreis am Sicherungskasten aus und ziehen Sie sofort einen qualifizierten Elektriker hinzu. Dieser kann die Installation überprüfen, lose Verbindungen festziehen oder defekte Komponenten austauschen. Im Falle eines Stromausfalls hilft Ihnen unsere Checkliste weiter, die richtigen Schritte einzuleiten.
Fazit: Sicherheit geht vor – im Zweifel den Profi rufen
Dass eine Sicherung fliegt, ist in den meisten Fällen ein Warnsignal Ihrer Elektroinstallation. Es ist ein Schutzmechanismus, der Sie und Ihre Geräte vor größeren Schäden bewahren soll. Während eine einfache Überlastung oft selbst behoben werden kann, erfordern Kurzschlüsse, Fehlerströme und Probleme mit der grundlegenden Installation unbedingt das Fachwissen eines ausgebildeten Elektrikers. Experimentieren Sie niemals selbst an der Hauselektrik, wenn Sie nicht über die entsprechende Qualifikation verfügen – die Risiken sind zu hoch, von schweren Verletzungen bis hin zu Bränden. Nehmen Sie die Warnsignale ernst, handeln Sie systematisch und im Zweifel: Rufen Sie immer einen Experten. Ihre Sicherheit und die Ihrer Liebsten stehen an erster Stelle.
Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr zu unserer Methodik

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